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R├╝ckblende

«Schöner Wohnen» an der Niederurner Turnrevue

Am zweiten November-Wochenende begeisterten die Turnenden Vereine Niederurnen das Publikum mit ihrer Turnrevue unter dem Motto «Schöner Wohnen». Auffälligste Neuerung war die grosse Tribüne, die eigens für die drei Vorstellungen aufgebaut worden ist.

ths.- Bereits beim Eingang empfingen zwei Strassenmusiker die zahlreichen Besucher mit witzigen Liedtexten. Nach einer kurzen Stärkung in der von der Frauen- und Männerriege bestens organisierten Festwirtschaft startete das Programm pünktlich mit einem vierstimmigen Lied, gesungen von Mitgliedern der Mädchenriege, des Damenturnvereins (DTV) und des Turnvereins (TV). «Dani», ein gescheiterter Geschäftsmann, blieb nach dem Sturz von einer Brücke nur knapp über dem Boden hängen. Dabei platzte er mitten in eine Jassrunde der unter der Brücke wohnenden Obdachlosen «Rosi» und «Mani». Die illustre Runde wurde abgelöst von den Glücksbringern des Kinderturnens. Mit dem Auftritt der Blues Brothers, dargestellt von den Jugi-Knaben, wollte «Dani» aufzeigen, mit welcher Kleidung er seinen Börsengeschäften nachgeht. Der Besuch des Stadtpräsidenten und einer Sozialarbeiterin wurde durch einen Regenguss der Mädchenriege unterbrochen und den Beweis dafür, dass es im verschmutzten Fluss unter der Brücke noch Leben gibt, lieferten die Frösche und Störche der Mädchenriege. Den Abschluss der ersten Programmhälfte bildeten die Pizzaiolas des DTVs, welche den Pizzabäcker bei der Suche nach den gestohlenen Pizzas unterstützten.

Obwohl die Behörden den Obdachlosen ein schönes Häuschen geschenkt hatten, war die Brücke im mittlerweile eingekehrten Sommer immer noch bewohnt. Das passte dem Stadtpräsidenten natürlich gar nicht, denn dieser plante an derselben Stelle ein neues Projekt. Überrascht war er über die Eisenbahnarbeiter des TVs, die während ihrer Znüni-Pause unter der Brücke eine Barrenvorführung zeigten. Unbeeindruckt davon träumten die Obdachlosen von ihrem Ausflug ins Tessin – auf Kosten der Stadt. Mit einem coolen Rap, tänzerisch unterstützt durch den DTV, unterstrichen «Mani» und sein «Schatten», dass träumen nichts Schlechtes ist.

Es wurde Herbst und «Dani» machte in einem Stapel Altpapier eine überraschende Entdeckung: Er fand verschollen geglaubte Aktien mit horrendem Wert und nutzte die Show der Harlem Globetrotters aus dem TV als Ablenkung, um sich auf die Bahamas abzusetzen. Doch schon bald packte ihn das schlechte Gewissen und er kehrte zur Winterzeit zurück. Mit seinem Vermögen kaufte er die Brücke und mit der Hilfe der Umbau-Fachleute des DTVs und des TVs wurde sie frei nach dem Motto «Schöner Wohnen» neu eingerichtet. Der Stadtpräsident erlitt einen Nervenzusammenbruch, weil sein Projekt nun nicht mehr realisierbar war. Aber die Einladung zum anschliessenden Weihnachtsfest und der Glamour-Reigen des DTVs konnten ihn wieder etwas aufmuntern.

Für das Finale gesellten sich alle Mitwirkenden um den Weihnachtsbaum. OK-Präsident René Hofstetter bedankte sich beim Publikum, bei allen Helfern, Gönnern, den Behörden und insbesondere auch bei den Regisseuren Fridli Glarner und Wädi Schmid.